Korkboden: Von Irrtümern und Vorzügen

Naturprodukt Korkboden

Korkboden Korkeiche in Portugal vor der Ernte

Korkeiche in Portugal

Wer ihn hat, möchte ihn nicht mehr missen: Ein Korkboden ist unkompliziert, pflegeleicht und robust. Er dämmt und vermittelt Fußwärme. Eigentlich ist er ein idealer Bodenbelag für alle Zimmerarten und Wohnungsarten, für Terrasse und Balkon. Doch noch immer gibt es Vorbehalte, die auf Irrtümern und fehlendem Hintergrundwissen
basieren.

Irrtum Nummer 1: Der Verbrauch des Korks schadet der Natur

Kork ist ein absolut natürlicher Rohstoff, das stimmt. Doch im Gegensatz zum Holz, das für einen Parkettboden benötigt wird, muss für seine Ernte kein Baum gefällt werden. Die Korkeichen (Fagaceae) werden geschält und liefern damit den nachhaltigsten Rohstoff, den man sich vorstellen kann, denn die Rinde wächst nach und kann alle 9-11 Jahre erneut abgeerntet werden. Vor allem in Spanien und Portugal gibt es große Korkeichenwälder (Quercus suber), die für ständigen Nachschub des Korks sorgen. Zudem ist der Korkboden zu 100 Prozent recycelbar.

Irrtum Nummer 2: Kork sieht immer gleich aus

Wer beim Gedanken an Kork den Naturkorken vor Augen hat, der noch immer manche Weinflaschen verschließt, kennt nur das Ausgangsprodukt in Reinform. Korkböden werden heute in vielen verschiedenen Farben und Mustern angeboten. So kommen sowohl die Naturliebhaber zum Zug, die natürliche Rohstoffe lieben und auch so belassen wollen, als auch modern eingerichtete Stilisten mit einer Vorliebe für schicke Trends. Beim Kauf sollte man darauf achten, im qualifizierten Fachbetrieb beraten zu werden und ausschließlich Kork zu verwenden, der mit umweltschonenden Lacken behandelt wurde.

Irrtum Nummer 3: Korkboden ist so empfindlich

Korkboden Korkeiche in Portugal nach der ErnteGenau das Gegenteil ist der Fall. Viele Millionen winziger Zellen machen den Kork elastisch und unempfindlich. Selbst in Büroräumen und auf Gartenterrassen wird er gerne ausgelegt. Schwere Gegenstände und Gartenmöbel, die in Teppichen, auf Filzböden oder anderen Materialen meist Druckstellen hinterlassen, machen einem Korkboden nichts aus:
Nach kurzer Regenerationszeit kehrt das Naturmaterial in seine unbeeindruckte Form zurück. Waren Sie schon einmal in Spanien in Barcelona in der weltberühmten Kathedrale Sagrada Familia? 2000 Quadratkilometer Korkboden, über den Tausende von Besuchern laufen!

Irrtum Nummer 4: Kork ist doch so schwer zu verlegen

Auch Laien haben keine Schwierigkeiten, einen Korkboden zu verlegen, wenn sie auf die geschickte Klick-Variante zurückgreifen. Rund 80 Prozent des weltweit verwendeten Korkbodens wird so als Fertigparkett gekauft und ohne Leimen verlegt. Er ist sogar schon vorversiegelt und benötigt nur eine Endversiegelung. Doch auch der Klebe-Kork, der vor allem in Bädern, Küchen und im Garten zum Einsatz kommt, kann mit etwas Geschick und Beratung von einem Fachmann durch den Hobby-Handwerker zu Boden gebracht werden.

Irrtum Nummer 5: Die Pflege ist so aufwendig

Bei normaler Beanspruchung genügt es völlig, den Korkboden einmal wöchentlich gründlich leicht feucht mit einem Neutralreiniger zu wischen. Korkboden ist mit umweltfreundlichem PU-Wasserlack versiegelt, sodass Verschmutzungen oder ausgeleerte Flüssigkeit ihm nichts anhaben können und nicht eindringen. Einfach aufwischen, nachtrocknen – fertig.
Welcher Teppichboden macht das schon mit?

Bildquelle: Pixabay

Gartenexperte

Ich bin seit vielen Jahren im Onlinehandel tätig und interessiere mich insbesondere für den Bereich Social Media im Handel. Meine Blogthemen erscheinen in lockeren Abständen und sollen unterhalten – sind aber facettenreich und reichen von alltäglichen bis speziellen Themen.

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