Singapore Botanic Gardens

Singapore Botanic GardensSingapore Botanic Gardens, die Botanischen Gärten von Singapur haben mittlerweile eine 150jährige Geschichte vorzuweisen. Sie sind daher auch eng mit der eigentlichen Stadtgeschichte Singapurs verbunden. Die Etablierung eines Botanischen Gartens ist nämlich dem Stadtgründer Sir Stamford Raffles selbst zu verdanken, der ein begeisterter Naturfan war. Er eröffnete den ersten Park dieser Art, dem bald ein zweiter folgen sollte. Hätte man erst einige Jahrzehnte später einen Botanischen Garten dieser Größe in Singapur einrichten wollen, hätte man vermutlich keinen geeigneten Platz mehr gefunden. Unter den Top-Reisezielen in China gehört der Botanische Garten von Singapur unter die ersten 100.

Die Geschichte des Singapore Botanic Gardens

Die Grundlagen zu den heute bestehenden Singapore Botanic Gardens wurden bereits im Jahre 1822 auf dem Government Hill gelegt. Zunächst ging es Sir Stamford Raffles darum, kultivierbare Nutzpflanzen wie Kakao in Singapur einzuführen. Da der damaligen Anlage aber eine bezahlte Leitung und ausreichende finanzielle Ressourcen fehlten, musste sie bereits 1829 wieder ihre Pforten schließen. Der Nachfolger entstand 1859 aufgrund der Initiative einer Singapurer Landwirtschafts- und Gartenbau-Gesellschaft. Das damals erworbene Gelände ist auch heute noch den Singapore Botanic Gardens gewidmet. Dieses Mal wurde die Anlage zunächst nur als Ort der Entspannung und Schönheit geplant. Doch 1874 übergab man den Botanischen Garten an die Stadtverwaltung von Singapur, die nun für den Erhalt, die Erforschung und die Pflege der Anlagen verantwortlich zeichnete. Der wissenschaftliche Nutzen wurde nun durch bezahlte wissenschaftliche Mitarbeiter und die Anpflanzung und Erforschung bestimmter Pflanzen-Kulturen ausgeschöpft. Heutzutage sind die Singapore Botanic Gardens eine grüne Oase inmitten einer boomenden Geschäftsstadt in China. Die große Bedeutung der Botanischen Gärten in Singapur ist sowohl den wissenschaftlichen als auch den erholungsbedingten Aufgaben zu verdanken. Nach vier Jahren Modernisierung und Umgestaltung eröffnete der Botanische Garten in Singapur 2003 erneut seine Pforten. Nun konnte man auch einen mehrstöckigen Food Court genießen. Typisch Singapur! Nicht umsonst sind „Food-Festivals“ hier äußerst beliebt. Die Versorgung der ausländischen Gäste und Besucher aus der Stadt ermöglicht diesen zudem, den ganzen Tag im Botanischen Garten zu verbringen. Als besondere Attraktionen des Singapurer Botanischen Gartens gelten auch der Bonsai-Garten und der so genannte Evolution Garden, in dem die Geschichte der Evolution von Pflanzen erzählt wird.

Der erste Direktor des Singapore Botanic Gardens wurde dafür berühmt, dass er sich vehement für den Anbau von Gummibäumen stark machte. Allem anfänglichen Spott zum Trotze, entwickelte der innovativ denkende Mann eine Methode, wie man die kommerzielle Gewinnung von Latex betreiben konnte, ohne die Bäume zu schädigen oder gar zu fällen. Sein Ziel war der großflächige Anbau von Gummibäumen in Malaysia. Dort wurde die Idee aber erst aufgenommen, als Schädlinge die malaysischen Kaffeeplantagen heimsuchten und man dringend eine neue Einkommensquelle suchte. Genau zu dieser Zeit benötigte die Automobil-Industrie immer mehr Gummi für die Reifenproduktion. Das einstige botanische Experiment, über das alle gespottet hatten, wurde binnen kurzer Zeit zur Erfolgsgeschichte schlechthin! Später befasste man sich auch mit der systematischen Zucht von verschiedenen Arten von Orchideen, damit diese in größeren Mengen verkauft werden konnten. Die National Orchid Gardens sind heute eine der größten Attraktionen der Singapore Botanic Gardens – und zugleich die größte Orchideenausstellung der Erde! Im Unterschied zum Rest der Botanischen Gärten muss man hier allerdings Eintritt bezahlen. Dafür kann man aber auch 1000 Orchideenarten und weitere 1000 Kreuzungen von Orchideen bewundern.

Der Regenwald

Singapore Botanic GardensEin Teil des Singapore Botanic Gardens ist dem tropischen Regenwald vorbehalten. Im Katalog von 1889 beschrieb man ihn so: „Mit ein oder zwei Ausnahmen ist dies das letzte verbliebene Stück ursprünglichen Dschungels auf der Insel…“. Die faszinierenden Varietäten tropischer Pflanzen sollten hier gezeigt, erforscht und erhalten werden. Mehr als 300 Pflanzenarten stehen auf sechs Hektar Land und stellen ein einzigartiges Biotop dar. Das komplexe Zusammenwirken von Moosen, Kräutern, Kletterpflanzen, Farnen, Büschen und Bäumen verschiedener Größen ist nicht nur als Grundlage wissenschaftlicher Forschung wertvoll, sondern bietet auch eine einzigartige Erlebniswelt für die Einwohner und Touristen in Singapur. Die höchsten Bäume erreichen eine Höhe von 40 Metern. Hier sind vor allem bekannte Edelhölzer zu finden, die im Möbelbau Verwendung gefunden haben. Bezeichnungen wie Tembusa, Rain Tree, Yellow Flame, Sea Apple, Senagal Mahogany, Broad-Leafed Mahogany, Saga, Angsana, Trumpet Tree oder Sea Almond klingen geheimnisvoll und unbekannt. Dahinter verbergen sich unter anderem Fagraea-Arten, deren Blüten einen Duft von Jasmin verbreiten. Sie werden in die Parfümindustrie verwendet. Mahagonibäume, Flügelfrucht- oder Sandelholzarten, Perlenbäume oder Tulpenbäume können hier ebenfalls erlebt werden. Viele dieser Bäume haben ein höheres Alter als die Stadt selbst. Zahlreiche Spezies im Regenwald des Singapore Botanic Gardens sind als Nutzpflanzen bekannt. Als Beispiel sei das Rattan genannt, aus dem man Flechtarbeiten für Haushaltszwecke und Rattan-Möbel herstellen kann. Einige Pterocarpus-Arten hingegen nutzt man vielfach für den Bau wertvoller Musikinstrumente. Von allen Baumarten können verschiedene Varietäten und Unterspezies gefunden werden. Dazu addieren sich fruchttragende Bäume und Pflanzen, die im modernen Singapur botanische Raritäten darstellen.

Übrigens auch Singapore Botanic Gardens

Singapore Botanic GardensNicht umsonst gilt der Botanische Garten in Singapur als eine der schönsten Gartenanlagen und Parkanlagen weltweit!
Kleine Seen mit Wasserpflanzen, der duftende Frangipani-Park und der exotische Ginger Garden bieten neben den bereits erwähnten Highlights ausreichende Beweggründe, dieses Glanzstück der Gartenkultur immer wieder zu besuchen.

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